Benötigt man als YouTuber seine eigene Webseite?

Sind eigene Seiten in Zeiten von Facebook, YouTube, Twitter und Instagram überflüssig? Oder ist es gerade heute sinnvoll in seine eigene, unabhängige Seite Zeit und Geld zu investieren? Wir beleuchten die Fakten und geben Tipps für Einsteiger und Profis.

Wir erklären warum sich gerade für YouTuber eine eigene Homepage wirklich lohnen kann

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2. Feb 2018

Wieviel Aufwand macht eine eigene Seite und was kann man damit durch Werbung verdienen?

Dieser Artikel beantwortet einige der Fragen rund um eine eigene Webseite mit besonderem Fokus auf YouTuber, die sich häufig nur auf die sozialen Netzwerke beschränken und dabei eventuell viel Potenzial an diese abgeben. Eine eigene Webseite mag ein gewisser zusätzlicher Aufwand sein, aber macht einen diese nicht unabhängig von den großen Playern des Marktes und hilft einem dabei seinem Traum vom professionellen Vollzeit-Videomacher näher zu kommen? Wir klären auf und zeigen Schritt für Schritt die Chancen wie Risiken auf und geben natürlich allerhand Empfehlungen.

Was bringt es mir als YouTuber (Videoersteller) eine eigene Webseite zu betreiben?

Es gibt zahlreiche Gründe für eine eigene Seite. Zum einen wäre da natürlich die Unabhängigkeit gegenüber anderen Seiten. Natürlich ist jeder von jedem irgendwie abhängig und sogar die meisten großen Unternehmen sind davon abhängig wie gut sie bei Google "gerankt" werden, also wie weit oben die wichtigen Schlüsselwörter mit dem jeweiligen Unternehmen angezeigt werden. Aber eine gewisse Art der Unabhängigkeit kann man dennoch erreichen. Ein einfaches Beispiel: Morgen wird YouTube geschlossen. Man wechselt eventuell zu Vimeo und klärt seine Follower darüber auf den sozialen Netzwerken auf. Doch leider sind die meisten nur über YouTube verknüpft gewesen und bei Suchanfragen erscheinen immer noch die alten Videos auf Google, die aber allesamt ins Leere laufen. Wenn man nun rechtzeitig vorgeplant hätte und sich die besten Keywords (wie zum Beispiel seinen YouTube Namen) zumindest in den Top 10 gesichert hätte, wären sicher mehr Leute mit ins neue Portal gefolgt.

Natürlich ist auch der finanzielle Aspekt nicht zu vernachlässigen: Während bei YouTube jederzeit der Geldhahn abgedreht werden kann, weil zum Beispiel Videos entmonetarisiert werden oder, weil gar der ganze Account gesperrt wird (Urheberrechtsverletzung), kann man mit der eigenen Seite relativ ungehindert weitermachen, solange man sich dabei im legalen Rahmen bewegt. Auch die Verhandlungen mit Partnern ist auf völlig neuem Level, wenn man eben nicht einer von vielen YouTubern ist, sondern direkt mit seinen Werbepartnern kommuniziert und eine professionell gemachte Webseite präsentieren kann.

Das verlorene Potenzial ist der letzte große Punkt der Liste. Die meisten wissen bereits, dass man im Internet verlinkt werden muss, um erfolgreich zu sein. Mit jedem Link von guter externer Quelle steigt die Bewertung der eigenen Seite und so lassen viele ihre Chance liegen in jedem Video und auf ihrem Kanal einen Teil dieser Linkpower zu farmen (wie der Gamer sagen würde). Ein einfacher Eintrag in die vordefinierte Videobeschreibung (möglichst weit oben, damit dieser ohne Ausklappen sichtbar ist) und schon erhält ein relativ weit verbreiteter YouTuber einen hohen Sichtbarkeitsindex und somit auch viele Suchanfragen, die auf seine Webseite geleitet werden.

Der Aufwand einer eigenen Webseite

Qualität statt Quantität ist hier die Devise

Viele mögen denken, dass der Aufwand immens wäre: Jeden Tag neue Artikel schreiben, die Videos alle von Hand nachpflegen (mit Titel, Bild etc.) und dann auch noch Kommentare beantworten, löschen und Nutzer sperren. Doch dem kann mit einer intelligent gebauten Seite zu großen Teilen entgegenwirken. Zum einen gibt es eine YouTube API zum Abfragen aller Kanäle, Videos, Kommentare, Bewertungen uvm. und zum anderen benötigt man nicht jeden Tag neue Artikel. Es ist sogar von Vorteil sich auf wenige Unterseiten zu beschränken und nicht wie ein Botnetzwerk unzählige Seiten aus dem Boden zu stampfen: Qualität statt Quantität ist hier die Devise. Ein guter Artikel zu einem beliebten Thema im Monat, mit guter Keywordverteilung und ein paar Bildern, am besten noch Pagespeed optimiert und man sollte auf einem guten Weg sein.

Die Gefahr, die lauert

Natürlich gibt es auch Gefahren und Probleme, die im Internet auf den Webmaster lauern. Da wären zum einen die Abmahnanwälte, die jedes Bild dreimal prüfen und schauen, ob das Impressum auch auf jeder Seite eingebunden ist. Dies ist eine reale Gefahr und sollte nicht unterschätzt werden. Daher empfehlen wir immer, bei jedem Webauftritt professionellen Rat einzuholen oder sich selbst über diverse Internetbeiträge schlau zu machen. Aber im Prinzip gilt: Wenn Sie ein Impressum besitzen und keine Bilder ohne nachzufragen einbinden und auch sonst keine illegalen Aktivitäten (nach Gesetz in Ihrem Land bzw. dem des Servers der Seite) begehen, sind sie mit einer eigenen Seite sicher unterwegs.

Wo gibt es das Geld?

Heutzutage kann man an vielen Stellen Geld verdienen: Backlinks, Affiliate Programme oder normale Google Adsense Werbebanner. Mit einer eigenen Seite liegt man in jedem Fall deutlich über dem Wert, den man von YouTube pro Videoaufruf jemals bekommen könnte. Dabei variiert die Zahl natürlich je nach Inhalt und Zugriffszahlen und Glück, aber die meisten großen Internetportale mit dutzenden Mitarbeitern verdienen so bereits ihr Geld, also warum warten, wenn der Markt noch nie so groß war und man bereits die nötigen Follower hat etwas umzusetzen?

Beispiel einer gut gebauten, dynamischen und leicht zu wartenden Seite

Eine gut gebaute Seite sollte schnell laufen, wenig Aufwand verursachen und alles, was automatisch zu Content verarbeitet werden kann, auch verarbeiten. Die Seite, die wir hier vorstellen hat viele dieser Vorgaben bereits integriert und baut so aus vorausgewählten Playlists über eine Typo3 Erweiterung, die kostenlos am Markt ist, YouTube Videos von dem Kanal ein. Es müssen dabei nur Seiten angelegt und ein paar Playlists ausgewählt werden. Das Hinzufügen von neuen Videos dieser Playlist inkl. Thumbnail, Titel und Video übernimmt dann die Extension vollautomatisch.

Das einzige, was man also tun muss ist bei ein paar Seiten einen Seitentitel, eine H1 und ggf. H2 und die Meta Beschreibung eingeben. Eine Arbeit, die in unter 5 Minuten pro Seite erledigt werden kann. Natürlich sind hier auch alle wichtigen Infos und Links zum Autoren der Seite, also dem YouTuber, zu finden. Dies ist ein einmaliger Aufwand von eventuell zwei Stunden und führt so dazu, dass die Seite wieder zurück an YouTube, Twitter, Instagram und Facebook leitet, aber ohne die Gefahr, dass Links ins Leere laufen, weil irgendwann die Accounts umbenannt oder deaktiviert wurden – solche Einträge sind natürlich jederzeit leicht per Content Management System editierbar.

Dynamisch und performant gebaute YouTuber Webseite

Hier der Code zum Einbetten eines YouTube Videos oder einer kompletten Playlist

html

<iframe width="560" height="315" title="Intel Meltdown Video" src="https://www.youtube.com/embed/7NT8ui4sdBk" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen>
</iframe>

<iframe width="560" height="315" title="Lightningsoul YouTube Playlist Beispiel" src="https://www.youtube.com/embed/AWuXdtw6QS8?list=PLpIjhz1NzarcvY1sZ0NvpMu1px_IpR0w4" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen>
</iframe>

Dabei vergessen Sie nicht das title-Element hinzuzufügen, wenn Sie den Code von YouTube kopieren. Dies macht sowohl aus SEO Sicht als auch für Screenreader (z.B. blinde Nutzer) Sinn, denn dieser Titel gibt dem Crawler Informationen über den Inhalt des Iframes. Einen Stream von Twitch können Sie natürlich ebenso wie dessen Chat von einem Channel implementieren.

Twitch Stream auf Webseite einbetten

html

<html>
<body>
<!-- Add a placeholder for the Twitch embed -->
<div id="twitch-embed"></div>

<!-- Load the Twitch embed script -->
<script src="https://embed.twitch.tv/embed/v1.js"></script>

<!-- Create a Twitch.Embed object that will render within the "twitch-embed" root element. -->
<script type="text/javascript">
new Twitch.Embed("twitch-embed", {
width: 854,
height: 480,
channel: "lightningsoul"
});
</script>
</body>
</html>

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